Die Wertungsvarianten

Über die sogenannte Wertungsvariante wird eine Reihenfolge bzgl. der Kombinationsmöglichkeiten einer Hand festgelegt. High ist die klassische Variante. Es gewinnt diejenige Hand, welche die beste Wertigkeit gemessen an gewöhnlichen Kombinationsmöglichkeiten hergibt. Das stärkste Blatt ist bei dieser Variante der Royal Flush. Die schwächste Hand wird hier durch die sogenannte “High Card” gebildet. Die “High”-Version ist am weitesten verbreitet.

Die Low Variante (auch Lowball genannt), gewinnt nach dem obigen Maßstab nicht mit der besten, sondern mit der schwächsten Hand. Low ist im Grunde ein Überbegriff, bei dem es wiederum mehrere Varianten gibt. Am weitesten verbreitet ist die Untervariante “Lowball Ace to Five”. Bei dieser Variante gibt es weder Flush noch Straight, und als niedrigste Karte wird, im Gegensatz zur High-Variante, das As gezählt. Nach dem As als niedrigste Karte folgen die Zahlen 2 bis 10 und danach kommen die Bildkarten von Bube bis König. In dieser Variante gewinnt das Blatt, welches am schwächsten ist. Die bestmögliche Hand hier wäre das As bis Fünf, das schlechteste Blatt entspricht demzufolge einem Vierling, bestehend aus Königen mit Dame als Kicker.

Noch eine Untervariante des Low-Spiels ist das Lowball Deuce to Seven. Bei dieser Variante gibt es die gewohnten Kombinationen, dementsprechend also auch Flushs und Straigths. Hier gilt das As als höchstmögliche Karte. Demzufolge ist also das beste Blatt eine Hand bestehend aus den Karten Zwei bis Sieben, allerdings ohne die Sechs. Für den Fall, dass mehrere Spieler eine gleiche Kombination in der Hand halten, verliert derjenige, welcher die höchste Karte hält. Sofern diese dann identisch sein sollte, wird das Gleiche mit der zweit- und dritthöchsten Karte fortgeführt. Sollten auch diese identisch sein, kommt es wie bei allen Pokervarianten zum Split Pot.

Neben diesen beiden Variationen gibt es noch das High/Low. Bei dieser Variation werden beide Formen miteinander vereint. Am Ende der Runde wird der aufgelaufene Pot in zwei Teile zerlegt. Dann geht ein Teil an die beste High Hand, der andere Teil des Pots wird der besten Low Hand zugesprochen. Es besteht sogar die Möglichkeit, mit einer Hand sowohl die beste High-, als auch die beste Low Hand zu halten. Das nennt man “Scoop”. Speziell bei der Hand As bis Fünf (auch “Wheel” genannt) ist dies der Fall, denn in diesem Blatt ist sowohl Straight als auch die Low Nuts vereint. Eine weitere zusätzliche Untervariante, die häufig in den weiter unten aufgeführten High/Low-Varianten anzutreffen ist, ist Eight or better. Damit man sich hier für eine Low-Hand qualifizieren kann, werden vom Spieler 5 Karten verlangt, welche kein Paar erlaubt und bei dessen Hand 5 Karten mit den Werten Acht oder niedriger. Dann zählt das As als Eins, Straights und Flushs werden nicht gewertet.