Die Psychologie beim Poker

Durch Beobachtung anderer Spieler kann ein guter Spieler ableiten, welche Strategien von diesen verwendet werden. Es werden sowohl das Spiel- als auch das Setzverhalten der Gegner analysiert. Ferner wird auch das Spieltempo der Gegenspieler beobachtet. Nicht nur das Beobachten der Spielweise ist wichtig für ein erfolgreiches Pokerspiel, sondern auch das “Lesen” der Spieler selbst. Anhand der verschiedensten Gesten und Mimiken kann ein guter Pokerspieler erkennen, ob jemand eine starke oder schwache Hand hält. Zeigt jemand keinerlei Regung, spricht man vom sogenannten “Pokerface”. Um das “Pokerface” durchgängig zu beherrschen, bedarf es einer großen Menge an Disziplin, weshalb einige professionelle Pokerspieler Sonnenbrillen benutzen, um ihre Augen zu verdecken.

Verbreitete Methoden gibt es einige. Eine davon ist z. B., die Hole Cards nur für einen kurzen Augenblick anzusehen. Eine andere wäre, Musik zu hören, um sich dadurch abzulenken. Zählen Spieler ihre noch verbliebenen Chips, ist dies meist ein Hinweis darauf, dass sie zwar kaum noch Chips besitzen, ihre Hand aber trotzdem spielen wollen. Wieder andere führen Chiptricks auf, um Gegner dadurch abzulenken und in ihrem Spiel zu stören. Wieder andere greifen die Gegenspieler verbal an oder kommentieren deren Spielzüge, um die Gegner zu verunsichern. Diese ganzen Möglichkeiten existieren aber nur im Casino-Poker und nicht im Onlinebereich, bei dem man einzig und allein auf die Analyse der Spielweise angewiesen ist.